Burnout - Abgehetzt und ausgebrannt

- Burn-out und Stress sind häufig berufsbedingt. Foto: forestpath - Fotolia.com
Das Gefühl, urlaubsreif zu sein, kennt vermutlich jeder. Morgens fällt das Aufstehen immer schwerer, bis zum Feierabend scheint es jeden Tag länger zu dauern und man zählt die Tage, bis es endlich so weit ist und man dem Beruf für kurze Zeit den Rücken kehren und die innerlichen Akkus wieder aufladen kann.
Burnout: Hilfe ist notwendig
Doch was ist, wenn trotz Urlaub die Erschöpfung nicht weichen will? Wenn sich trotz vermeintlicher Entspannung keine Erholung einstellt? Wenn man sich immer noch schlapp und ausgelaugt fühlt, wenn es schwer fällt, sich zu konzentrieren und plötzlich selbst einfache Aufgaben zu großen Hürden werden? Wenn man trotz großer Müdigkeit Schwierigkeiten hat, ein- oder durchzuschlafen, wenn man plötzlich reizbar und ungeduldig ist und sich immer öfter überfordert fühlt?
Perfektionisten besonders betroffen
All diese Symptome können Anzeichen für Burnout sein, einen Zustand, in dem Körper und Seele tief erschöpft sind und man tatsächlich innerlich "ausgebrannt" ist. Sehr oft sind Stress und Überforderung im Beruf oder im Privatleben die Ursache. Einer Studie der Techniker Krankenkasse zufolge waren im Jahr 2008 deutsche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer fast 10 Millionen Tage wegen Burnout-Symptomen krank geschrieben.Insbesondere Menschen mit einer Neigung zum Perfektionismus, die für ihre Arbeit leben oder die das Gefühl haben, nie gut genug zu sein und niemandem etwas abschlagen können, laufen Gefahr, innerlich auszubrennen.
Warnsignale beachten
Burnout-Symptome treffen einen Menschen jedoch nicht mit einem Paukenschlag. Sie entwickeln sich langsam und schleichend, so dass viele Betroffene sie erst bemerken, wenn sie das Leben bereits erheblich beeinträchtigen. Da andauernder Stress und ständige hohe Anforderungen auf jeden Menschen entsprechend seiner Persönlichkeit anders wirken, ist es wichtig, auf seinen Körper zu hören und die Warnsignale nicht unter den Teppich zu kehren.
Die Notbremse zu ziehen und gegebenenfalls die Hilfe eines Arztes oder Therapeuten in Anspruch zu nehmen, sind kein Zeichen von Schwäche sondern von Verantwortungsbewusstsein sich selbst gegenüber. Die Behandlungsmethoden sind vielfältig und reichen von Entspannungstechniken über Hypnose bis zu stationären Aufenthalten in Reha-Einrichtungen. Eine medikamentöse Behandlung kann je nach Einschätzung des Arztes insbesondere zu Beginn der Therapie unterstützend wirken.
Entscheidend ist es, auf Phasen der Anspannung auch regelmäßig Phasen der Entspannung folgen zu lassen, um Burnout wirkungsvoll zu begegnen.
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