Selen gegen Stress

- Selen und Stress: Das Spurenelement steuert viele Prozesse. Foto: fotodesign-jegg.de - Fotolia.com
Als zentraler Stoffwechselfaktor ist Selen verantwortlich für die Abwehrkräfte. Es beugt wirksam vor gegen Immunreaktionen wie Allergien und Entzündungen, Erkältung oder rheumatischen Beschwerden. Es ist verantwortlich für die schnelle Reproduktion von natürlichen Killerzellen, die Krankheitserreger abtöten. Doch Selenmangel kann jeden treffen. Schon die natürliche Stoffkonzentration in Gegenden mit selenarmen Böden stellt ein Risiko dar. Alle Gewebe des Körpers enthalten Selen, vor allem Leber- und Nierengewebe, Knochensubstanz und Muskulatur. Eier und Milch, Kartoffeln und Getreide liefern das Element. Doch die Menge, die für die ausgeglichene Gesundheit notwendig ist, lässt sich nicht exakt bestimmen. Und Nordeuropa ist eine Selenmangelregion.
Folgen von Selenmangel
Ein Selendefizit hat vielfältige Folgen. Das Spurenelement steuert die Enzyme. Neben Leber und Nieren sind es Herz und Lunge, Prostata und Keimdrüsen, vor allem aber die Schilddrüse, die von einem unbalancierten Stoffwechsel betroffen sind und eine Unterfunktion ausbilden können. Dass Selen Stress reduziert, zeigt es als wichtiges Antioxidans. Es schützt vor Zellzerstörung durch freie Radikale. Gleichzeitig schaltet es chemische Stressfaktoren wie Schwermetalle aus, die mit der zunehmenden Umweltbelastung durch Quecksilber, Blei und Arsen in den Körper gelangen.
Schlüsselrolle Selen
Wie eine Studie der Radio-Onkologin Dr. Ingeborg Fraunholz an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität (Frankfurt am Main 2008) bestätigt, ist der Selenspiegel bei Tumorpatienten vor und während der Therapie zu niedrig. Gerade bei einer schwerwiegenden Erkrankung wie Krebs zeigt sich die Schlüsselrolle von Selen für das Zusammenwirken der inneren Organe. Erst eine zusätzliche Gabe lindert die therapiebedingten Beschwerden. Die Ergebnisse der Untersuchung untermauern eine Reihe anderer Studien über den Einfluss von Selen auf das Immunsystem. Allgemein führt ein ausgeglichener Selenspiegel auch bei gesunden Menschen zur verbesserten Immunabwehr und reduziert das Risiko, an Krebs zu erkranken. Auch bei der Regeneration spielt Selen eine entscheidende Rolle. So bemerkt Dr. Johann Reisinger (Linz 2009), dass sich die Selengabe nach Durchblutungsstörungen durch Herzinfarkt oder Schlaganfall günstig auswirkt auf die schnelle Stabilisierung der Gehirnfunktionen. Testbelege belegen dies.
Antioxidative Wirkung von Selen
Ist der Körper bestimmten Stressfaktoren ausgesetzt, dann vermindert er die natürliche Selenaufnahme. Bei hoher körperlicher und geistiger Belastung, während der Schwangerschaft, aber auch im Alter braucht der Organismus eine ausreichende Versorgung mit Selen. Es verstärkt die antioxidative Wirkung von Vitamin E, führt zu einer verbesserten Hirndurchblutung und kann Altersdepressionen dämpfen.
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