Stress behandeln: was Experten raten

Stress behandeln: Eine stabile Partnerschaft kann ein Gegengewicht zu einem stressigen Arbeitsleben bilden. Foto: djd/Neurexan/VstockLLC
Stress behandeln: Eine stabile Partnerschaft kann ein Gegengewicht zu einem stressigen Arbeitsleben bilden. Foto: djd/Neurexan/VstockLLC

In diesem Artikel erfahren Sie:

  • Warum es wichtig ist, Stress wirkungsvoll zu behandeln.
  • Weshalb das Stresshormon Kortisol so gefährlich ist.
  • Welche Maßnahmen zur Stressreduktion besonders hilfreich sind.

In nahezu allen Lebensbereichen fühlen sich die Menschen heutzutage gestresst: Dauertelefonate am Arbeitsplatz, wichtige Präsentationen, nervige Kollegen, Staus auf der Autobahn, Einkaufsschlangen im Supermarkt, Ärger in der Familie, Trubel in der Freizeit. Momente der Anspannung reihen sich aneinander, ohne dass zwischendurch Raum wäre, die Akkus auch wieder aufzuladen. Schnell macht sich dann ein Gefühl der Überforderung, inneren Unruhe und Gereiztheit breit. Doch was ist Stress eigentlich? Nach den Ausführungen von Prof. Dr. Christoph M. Bamberger, Hormonexperte und Leiter des Medizinischen Präventions Centrums Hamburg (MPCH), ist Stress die körperliche und seelische Reaktion des Menschen auf einen Stressfaktor - insbesondere einschneidende Ereignisse, private, berufliche oder körperliche Probleme, stressende Gefühle, Gedanken oder unangenehme Charaktereigenschaften. Stressreaktionen sind nachweisbar, zum Beispiel anhand der Erhöhung des elektrischen Leitwertes der Haut oder einer Veränderung der Hirnstromkurve beim EEG. Auslöser der Körperreaktionen sind Stresshormone, im wesentlichen Adrenalin und Kortisol. "Stress beschleunigt den Alterungsprozess und macht krank", so der Experte. Bei akuten Stressreaktionen spielt Adrenalin die Hauptrolle. Das Hormon lässt kurzfristig Blutdruck, Puls, Atemfrequenz und Blutzucker steigen, wird jedoch innerhalb von Minuten vom Körper abgebaut.

Dauerstress kann Organe schädigen

Bei lang anhaltender Belastung steigt der Kortisol-Spiegel im Körper dauerhaft an, der dem Hormonexperten zufolge auf Dauer wie ein Zellgift wirkt. Das Stresshormon kann die Gefäße schädigen und im Extremfall zu Herzinfarkt und Schlaganfall führen. Wer Stress wirkungsvoll behandeln will, muss nach Meinung des Mediziners den eigenen Stress-Level und die persönlichen Stressauslöser kennen und wissen, welcher Stresstyp man ist.

Sinnvoll unterstützen kann man die Maßnahmen zur Stressreduktion durch den Einsatz von Anti-Stress-Medikamenten wie etwa Neurexan. Das natürliche Arzneimittel mit Wirkstoffen aus der Passionsblume, Hafer, Kaffeesamen und zinksaurem Baldrian entspannt rasch und kann das innere Gleichgewicht wiederherstellen. Durch die Entspannung und Beruhigung ebnet es den Weg zur dauerhaften Stressreduktion. Denn meist ist erst im entspannten Zustand eine gezielte Analyse der Stressauslöser möglich und damit der erste Schritt zur langfristigen Stressminderung.
Fachlichen Rat und Hilfe gibt es auch seit dem 2012 erstmals initiierten bundesweiten "Tag der inneren Balance" am 10. Oktober: Zum Anlass dieses Aktionstages wurde eine Stress-Helpline eingerichtet.

Kostenlose Stress-Helpline von 'Tag der inneren Balance'

Stress behandeln: persönliche Prioritäten kennen

Eine stabile Partnerschaft, gewisse Rituale, soziale Kontakte und erfüllende Hobbys können ein Gegengewicht zu einem stressigen Arbeitsleben bilden. In Stresssituationen rät die Freiburger Diplom-Psychologin Bettina Carola Engemann zu Strategien wie beispielsweise "Gedanken-Stopps", gedanklicher Umstrukturierung durch Sätze wie "Ich rege mich jetzt nicht auf", Sprüchen, inneren Bildern und Imaginationen. Diese können helfen, das eigene Denken wieder zu stabilisieren. Auch feste Rituale - wie etwa das Telefon immer erst nach dem dritten Klingeln abzunehmen, zuvor bewusst eine aufrechte Haltung einzunehmen und zu lächeln - können hilfreich sein, um Stress entgegenzuwirken. Die Basis für dauerhaft mehr innere Ausgeglichenheit und weniger Stress sieht Engemann in der Erarbeitung und Befolgung persönlicher Glaubenssätze. So sollte jeder seine inneren Überzeugungen, Werte, Einstellungen, Ziele und persönlichen Prioritäten kennen.

Nach Meinung der Expertin gibt es keine Patentrezepte, um Stress richtig zu behandeln: Die Lösung muss zum individuellen Problem passen. So käme beispielsweise Sport kaum als adäquate Strategie in Frage, wenn sich am Arbeitsplatz die Aufgaben drängten - wohl aber zum Beispiel Zeitmanagement und Delegieren. Entsprechend sollte jeder Stressgeplagte eigene Methoden finden, um die passende persönliche Bewältigungsstrategie wählen und anwenden zu können.

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Tipps gegen den Stress

Nach einer Studie der Techniker Krankenkasse haben acht von zehn Deutschen das Gefühl, dass ihr Leben stressig ist. Weiter soll jeder Fünfte unter krankheitsbedingten Folgen wie Schlafstörungen und Magenproblemen leiden.
Da stellt sich unweigerlich die Frage, was man gegen den Stress unternehmen kann, damit er nicht übermächtig wird. Im Folgenden werden einige Tipps vorgestellt, die eventuell helfen könnten. 

Sport ist eine gute Möglichkeit, um abschalten zu können. Wer seinen Körper fordert und auf Trab hält, stärkt nicht nur sein Herz-Kreislaufsystem, sondern er ist auch besser gewappnet bei körperlichen und seelischen Belastungen. Nach einem besonders anstrengenden Arbeitstag kommt man zur Ruhe, wenn man erst einmal eine Stunde entweder ins Fitnessstudio oder zum Laufen geht. 

Neben dem Sport kann schon ein einfacher Spaziergang durch den Wald zum Stressabbau beitragen. Die frische Waldluft, die nach Tannennadeln duftet, wirkt manchmal Wunder, ist sie doch Balsam für die müde Seele. Auch ein Aufenthalt am Meer oder an einem See beruhigt und erdet den Menschen. 

Stress macht sich häufig durch Kopfschmerzen, Bauchweh und Magendrücken bemerkbar. Spätestens jetzt ist es Zeit, sich eine Auszeit zu gönnen. Dies kann in Form eines gemütlichen Abends auf dem Sofa sein, wenn man ein Buch liest und dazu eine heiße Tasse Tee trinkt. 


Abschalten lässt sich aber auch wunderbar, wenn man sich aufs Bett legt und dabei eine CD mit sanfter Meditationsmusik oder Meeresgeräuschen hört. Die Augen sollte man geschlossen halten und sich fallen lassen und versuchen, an nichts Bestimmtes zu denken. 

Eine gute Idee ist es, sich den Stress im übertragenen Sinne vom Körper zu waschen, indem man ein harmonisches Bad nimmt. Im Handel gibt es entsprechende Badeöle im Angebot, die eine entspannende und muskelentkrampfende Wirkung entfalten. Wer im Badezimmer zusätzlich Duftkerzen aufstellt, baut eine wohltuende Atmosphäre auf, welche dem Körper einfach nur guttut. Auch Selen kann dem Körper bei der Stressabwehr helfen.

Wer müde ist, verstärkt den Stress. Deshalb sollte man sich ausreichend Schlaf gönnen, um ausgeruht und frisch zu sein. 

Man kann auch versuchen, das Leben positiver zu sehen. Wer nicht ständig jammert und alles schlecht redet, sieht sein Leben in einem anderen Licht und ist nicht so stressanfällig. 

Obige Tipps können dazu beitragen, weniger Stress zu haben. Mann sollte sich aber auch nicht davor scheuen, die professionelle Hilfe eines Therapeuten anzunehmen, wenn der Stress zu viel wird.